Social Impact: Zukünftigen Entrepreneuren “neue Türen geöffnet”

Von Christiane Brandes-Visbeck

Kennt ihr das Hamburg Entrepreneurship Meetup des US-Generalkonsulats? Dahinter verbergen sich wöchentliche Treffen für aktuelle oder zukünftige Entrepreneure. Anlass für diese Meetups bietet der englischsprachige Online-Kurs „How to Build a Startup” von Steve Blank, der als MOOC (Massive Open Online Course) angeboten wird und von jedermann kostenfrei verfolgt werden kann. Bei den Meetups lernen die Teilnehmer zur praktischen Vertiefung der virtuellen Lektionen unterschiedliche Inkubatoren, Organisationen und Start-ups in Hamburg kennen. Diese sechs Treffen veranstaltet Matthias Schmittmann, der gerade sehr erfolgreich bentekk gründet, ein Start-up für mobile Gasmessung.

Hamburger Entrepreneurship Meetup goes social

“Alle, die sich für zeitgemäßes Unternehmertum interessieren, sind bei unseren Treffen herzlich willkommen. Vor allem diejenigen, die bereits eine Idee haben, aber noch nicht viel mehr wissen“, erklärt Organisator Matthias. „Es ist eine tolle Gelegenheit, einander kennenzulernen und sein eigenes Netzwerk zu erweitern. Man lernt mehr über die spannenden Ideen anderer und kann gleichzeitig neue Impulse für die Verbesserung des eigenen Projekts erhalten.“

Die ersten beiden Entrepreneurship-Meetups wurden vom U.S. Generalkonsulat in Hamburg und dem Startup Dock der  TU Hamburg gehostet. In der dritten Woche waren rund 30 angehende Unternehmer bei uns im Social Impact Lab zu Gast. Unsere neue Standortchefin Dannie Quilitzsch stellte das Social Impact Start Stipendium vor und erzählte mehr über die Social-Impact-Idee. Sie überließ es anschließend mir, JobDigga – die Talentscouting App für Kids als ein Beispiel für Soziales Unternehmertum vorzustellen.

Viele unserer Gäste hatten bisher noch nicht darüber nachgedacht, soziale Aspekte bei ihrem Gründungsvorhaben zu berücksichtigen. Man spürte förmlich, wie bei manchen die Gedanken blitzschnell durch die Köpfe ratterten. Einige von ihnen haben sich später bei uns dafür bedankt, dass wir ihnen “neue Türen geöffnet” haben.

Wofür steht beim sozialen Unternehmertum das Wort “sozial”?

Besonders interessant fand ich die lebhafte Diskussion um die Frage, wofür “sozial” genau steht. Dannie und ich stellten erst einmal klar, dass es nicht darum gehen kann, als Gründer nachhaltig am Existenzminimum zu leben. Vielmehr geht es um Gründungsideen, die einen Mehrwert für sozial Benachteiligte schaffen oder durch die unsere Welt etwas menschlicher und lebenswerter wird. Das kann ein Start-up sein, das Lebensmittel ohne Verpackung verkauft oder vegane Boxhandschuhe herstellt, eines, das mit jeder verkauften Handtasche Geld für die Schulausbildung eines Kindes in Afrika spendet oder eben JobDigga, das sich u. a. zum Ziel gesetzt hat, aufgeweckten Jugendlichen mit Migrationshintergrund einen besseren Zugang zum Arbeitsmarkt zu gewähren. Da mich aber auch Themen wie Wie wollen wir in Zukunft arbeiten? oder Digital Leadership beschäftigen, spielen für mich beim sozialen Unternehmertum auch Themen wie faire Führung oder eine offene Unternehmenskultur eine große Rolle.

Geflasht beim Hamburg Startups Mixer

Nach dieser lebhaften Diskussion im Social Impact Lab gingen viele von uns weiter zur Hamburg Startups Mixer Sonderedition ins betahaus. Das betahaus, das sich in den letzten Jahren als DAS Wohnzimmer der Hamburger Digital- und Kreativszene etablieren konnte, war genau der richtige Ort, um unsere Gespräche in kleinen Kreisen fortzusetzen und die angehenden Entrepreneure mit ausgewählten Kreativen zu vernetzen. An diesem Abend war ich mal wieder so richtig geflasht von unserer wunderbaren Hamburger Start-up-Szene!

Danke, Matthias, danke, liebe Gäste, es war schön mit euch! Bis zum nächsten Hamburger Entrepreneurship Meetup bei Hanse Ventures. Solange das Meetup nicht ausgebucht ist, sind neue Teilnehmer sicherlich herzlich willkommen.

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Matthias Schmittmann (vorn) mit rund 30 Gästen im Social Impact Lab (Foto: Hamburg Entrepreneurship Meetup des Generalkonsulats)

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Christiane Brandes-Visbeck erzählt, was an ihrem vom Social Impact Start Programm geförderten Start-up JobDigga “sozial” ist. (Foto: Hamburg Entrepreneurship Meetup des Generalkonsulats)

 

 

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