Pitch gewonnen! Danke an das Social Impact Lab in Hamburg

Donnerstag, 24 Mai, um 14 Uhr. Die Sonne scheint, es ist richtig heiß, und Verena, Kristin und ich geraten ins Schwitzen. Nicht so sehr wegen des Wetters, sondern vor Aufregung. Gleich geht’s los! Wir sind das erste von acht ausgewählten Projekten, die sich beim Social Impact Start um ein Stipendium bewerben.

Was ist das eigentlich, dieses Social Impact Start?

Die Social Impact GmbH schreibt dies auf ihrer Homepage:

Die gemeinnützige Social Impact GmbH wurde 1994 – unter dem Namen iq consult – Gesellschaft für innovative Qualifizierung – gegründet. Seither entwickeln wir Produkte und Dienstleitungen, die zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit und zum sozialen Ausgleich beitragen sollen. So war die Social Impact GmbH u.a. maßgeblich an der Entwicklung von sozialen Innovationen in den Themenfeldern Qualifizierung und Gründungsunterstützung von sozial benachteiligten Personengruppen und an der Entwicklung des deutschen Mikrofinanzierungsangebotes beteiligt. Unsere Innovationsleistungen der Social Impact GmbH wurden vielfach ausgezeichnet u.a. vom BMAS, dem BMWi, dem Rat für Nachhaltigkeit, der EU und der OECD. Geschäftsführer Norbert Kunz wurde u.a. als Ashoka Fellow und als Social Entrepeneur des Jahres 2010 von der Schwab Foundation geehrt.

Seit etwas mehr als 2 Jahren konzentrieren wir uns auf die Entwicklung einer Infrastruktur zur Förderung von sozialen Innovationen. Im Mittelpunkt des Angebotes steht der Aufbau von Social Impact Labs und die Unterstützung von Social Startups.

Wir von JobDigga wollen also ein Social Start-up werden. Das ist nicht das Big-Money Start-up-Business, sondern das, wo man Gutes tun und auch davon leben kann.

Unser Pitch-Skript. Wir sind vorbereitet.

Wir sind vorbereitet.

So war unser Pitch

Bis zum letzten Moment arbeiten wir an unserem Skript. Wir haben ein kleines Rollenspiel eingebaut, um die Probleme, die JobDigga für Recruiter und Schüler lösen kann, anschaulich darzustellen. Verena gibt die HR-Frau, die sich durch Bewerbungen quält, um doch noch einen geeignete Kandidaten für die Azubi-Stellen zu finden. Kristin spielt den gelangweilten Teenager, der gerade gegen die virtuelle Freundin beim Quizduell siegt und dann von Mama (Christiane) diese nervige Frage gestellt bekommt, was sie eigentlich werden will. Diese Frage kommt natürlich von Oma, mit der Mama gerade telefoniert.

Endlich geht’s los. Norbert Kunz, Geschäftsführer der Social Impact GmbH, begrüßt die Pitchenden, die Jury und überraschend vielen Zuschauer (es ist Sommer draußen!) und dann sind wir dran. Fünf Minuten Pitch und sieben Minuten Fragen zum Projekt. So sind die Regeln. Wir liegen gut in der Zeit. Es gibt viele Fragen. Zum Businessmodell, ob die Kids das okay finden, wenn Unternehmen ihre Profile sehen können (liegt ja an ihnen, ob sie sie freischalten), zu den Fragen für die Profile, die wir im ersten Schritt mit Jugendlichen gemeinsam entwickeln wollen und nicht durch HR-Profis. Dann die Frage nach dem Geld. Was kostet JobDigga? In meiner Eigenschaft als Unternehmerin finde ich diese Frage schwierig. Alle, die kalkulieren, wissen, dass es da große Bandbreiten gibt. Gehört sie überhaupt in einen Pitch? Ich nenne eine Hausnummer, denn es geht vielleicht auch um das Budget, das Social Impact Start Hamburg insgesamt zur Verfügung steht. Die Zeit ist um. Applaus. Erleichterung.

Sie waren auch dabei 

Publikum beim Pitchen um das Social Impact Start Stipendium (Foto: Christiane Brandes-Visbeck)Es stellen sich noch sieben weitere Projekte vor, die unterschiedlicher nicht sein können. Eine Mentoren-Initiative für Kinder, eine Frau aus Honduras, die aus der Diaspora die Armut in ihrem Heimatland lindern möchte, ein Projekt gegen Candy für Kids in Marokko, die Gruppe Deskaround, die für Studierende an der Hafencity Uni leerstehende Arbeitsplätze in Unternehmen vermitteln will, und SofaConcerts, die das tun, was ihr Name sagt: Wohnzimmer-Konzerte mit Musikern zu vermitteln.

Die Jury zieht sich zurück und wir haben Zeit, für den Tagessieger zu voten. Doch Survey-Monkey zickt, nicht alle Stimmen werden gezählt. Schade für’s Publikum.

Gegen 19 Uhr hat sich die Jury entschieden: Gewonnen haben “ohne Nebenbedingungen” JobDigga und SofaConcerts. Yeah!

Es hat sich gelohnt

Nach zwei Jahren Arbeit an ambitiousTV und JobDigga, das aus unserem wunderbaren ReThinking-Workshop entstanden ist, haben wir endlich einen echten Meilenstein erreicht: Ein Stipendium von acht Monaten, das es uns ermöglicht, in diesem tollen Loft zu arbeiten, gecoacht und finanziell gefördert zu werden. Wir stehen in den Startlöchern, um unser Geschäftsmodell zu optimieren und an unserem Produkt zu arbeiten.

Danke, liebe Jury. Danke, liebes Social Impact Start Team aus Hamburg und Berlin.

Nachtrag:

Unter der Überschrift Social Impact: Geschäftsideen mit Herz und Verantwortung hat Oliver Bernt von den Netzpiloten einen sehr schönen Bericht über unseren Social Impact Start Pitch geschrieben. Lesen!

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